Ahnenforschung für Anfänger – Achtung Betrug

16 Juli 2008

Elizabeth Powell Crowe Genealogie Serie auf Kindo
Betrüger in der Ahnenforschung sind so alt wie das Hobby selbst. Einige der traditionellen Betrüger sind inzwschen von Werbebriefen und Kleinanzeigen auf Internet Technologiesn umgestiegen. Andere sind neu und nutzen die Tatsache, dass im Internet keiner weiss ob Du ein Betrüger bist.
Hier sind einige der weit verbreiteten Betrüger:

Die komplette Familiengeschichte der so-und-so’s Für riesige Geldsummen bekommt man ein gebundenes Buch, ein hochgelobtes aber massengefertigtes Verzeichnis zufällig ausgewählter Namen mit einer kurzen allgemeinen Geschichte völlig ohne Zusammenhang zu deiner Familie. Die Firma Halberts aus Ohio hat das jahrelang gemacht, mittels Serienbriefen und Massenemails, bis die sich verbreitenden Geschichten daüber was da wirklich verkauft wird die Firma eingeholt hat und die Geschäftsgrundlage weg war. Aber man sei gewarnt, sowas kann immer und überall passieren.

Ein ähnlicher Betrugsversuch hat einem unterschiedlichen Ramsch mit Deinem Familienwappen oder dem “So-und-so Familienwappen” versprochen hat. Solange man mit der eigenen Ahnenforschung nicht nachweisen kann, dass die Familie beim englischen College of Arms verzeichnet ist gibt es vermutlich gar kein Familienwappen. Die Geschichte eines bestimmten Nachnamens gibt es oft kostenlos im Internet, bezahlt nicht dafür.

Führer und Software, die einen zu kostenlosen Seiten bringen. Einige Programme und Onlinedienste die sich als Goldminen der Ahnenforschung darstellen, bringen einen eigentlich nur zu Telefonbüchern, Nachnamenverzeichnissen oder GEDCOM-Dateien.
In den meisten Fällen ist solche Information kostenlos erhältlich, aber die Betrüger verlangen Geld dafür dich zu Cyndi’s List, RootsWeb oder Eastman’s Online Genealogie Newsletter zu bringen. Oder noch schlimmer, einfach zu den zahlreichen kostenlosen Telefonverzeichnissen.

Der alte Trick mit dem Erbe Dabei werden rechtmäßige Erben um ihr Geld betrogen indem “Bearbeitungsgebühren” erhoben werden. Eine postvariante dieses Betrugs war weit verbreitet im letzten Jahrhundert. Das Opfer wird darüber informiert, dass unbeanspruchtes Erbe im Zusammenhang mit seiner Familie verteilt werden soll und ihm Informationen geschickt werden sollen wie man das Erbe antreten kann – nachdem er unterschiedliche Verwaltungsgebühren für verlorene Immobilien bezahlt hat, die von Anfang an nicht existiert haben.

Eine moderne Variante ist die ausländische Witwe, die nach Hilfe fragt um ihr Geld in dein Land zu überweisen. Immer wenn Du um persönliche oder sogar Bankdaten gefragt wirst, einfach löschen. Oder mal hier reinschauen www.snopes.com/inboxer/scams/scams.asp#inherit, da gibts noch andere Betrügeremails.

Falsche Belege zum professionellen Ahnenforscher Die Berufsbezeichnung Ahnenforscher ist ungeschützt und man braucht keine offizielle Lizenz: Jeder kann behaupten er wäre einer. Und familienhistorische Daten lassen sich einfach erfinden und Trickbetrüger machen das oft. Bestimmte Organisationen allerdings verleihen Zertifikate für erfolgreiche Absolventen von Ausbildungen. Wenn Du einen professionellen Ahnenforscher anstellen willst, schauf nach einer Zertifizierung durch die Association of Professional Genealogists, der International Commission for the Accreditation of Professional Genealogists, und das Board for the Certification of Genealogists.

Übrigens, in meinem Buch gibts einen Anhang darüber, wie man sich einen professionellen Ahnenforscher aussuchen sollte.

Und: In Deutschland gehört auch die Internetseite genealogie.de zu den Reihen der Betrüger! Ohne darauf hinzuweisen werden nach einer Anmeldung Jahresrechnungen in Höhe von 60 € verschickt! Mehr dazu zum Beispiel hier im neuen Blog von Sascha Ziegler ahnenforschung.net/blog

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