
In meinem Buch “Genealogy Online”, geht es im ersten Kapitel darum wie man ein Ahnenforschungsprojekt anfängt. Eine detallierte Beschreibung könnt ihr in meinem Buch nachlesen, aber hier ist eine Kurzversion – wie man mit der eigenen Ahnenforschung anfangen kann:
Starte deinen Stammbaum mit Dir selbst! Sammle alle informationen, die Du sicher über Dich, deinen Partner und vielleicht Kinder weisst. Was Du brauchst sind Geburt, Hochzeit, Abschlussfeier oder andere wichtige Ereignisse in deinem Leben. Als Quellen sind Originalzeugnisse am besten; solche Dokumente sind Primärquellen. Eine Primärquelle ist ein Stück information, das ein Ereignis dokumentiert, eine Todesurkunde, eine Adoptionsurkunde, eine Geburtsurkunde, eine Militärakte, ein Hochzeitsvertrag, Scheidungsbescheinigung und so weiter. Fotos bei denen die Personen und das Datum auf der Rückseite festgehalten ist, können auch extrem wertvoll sein.
Solche Dokumente heissen Primärquellen, weil sie Daten wiedegeben, die Nahe an Ort und Zeit des Ereignisses aufgezeichnet wurden.
Wenn möglich scanne die Quellmaterialien deiner direkten Familie am Computer ein.
Jetzt kannst Du anfangen Informationen über einen Nachnamen zu sammeln. Ein guter Platz um damit anzufangen sind Familienmitglieder – Eltern, Tanten, Onkel, Cousins/inen und SchwägerInnen. Frag nach Geschichten, Namen, Lebensdaten und Wohnorten der Verwandten und Ereignissen der Familie. Es ist eine gute Idee solche Interviews aufzunehmen und macht außerdem riesig Spaß. Und ihr werdet euch später riesig über solche Ton- oder Videoaufzeichnungen freuen, versprochen.
Und dann solltest Du Sekundärquellen heranziehen um dein Wissen zu erweitern: Eine Sekundärquelle ist alles was sich auf Originales bezieht, aber nicht die Originalquelle selbst ist: eine Todesanzeige, Hochzeitsgeschichte, Geburtsanzeige in der Zeitung, gedruckte Familiengeschichte oder Ahnenforschungswebseite. Idealerweise findest Du noch andere Dokumente, die solche Sekundärinformationen bestätigen. Familienbibeln, Familienzeitungen, Tagebücher, Testamente und Briefe können da auch helfen. Interessant ist auch nachzuschauen, ob irgendeine Art von Familiengeschichte bereits veröffentlich worden ist. Auch wenn eine solche Familienchronik trotzdem eine Sekundärquelle ist. Und wenn eine solche Chronik auch Primärquellen zitiert, kann das sehr hilfreich sein.
Das ist doch schonmal ein guter Start für deine Familiengeschichte, oder?