Einträge zum Thema ‘Forschung’ Kategorie

Ahnenforschung für Anfänger – Dokumentation

3 Juni 2008

Elizabeth Powell Crowe Genealogie Serie auf Kindo
Die wichtigste Aufgabe der Genealogie ist alles was man herausfindet zu dokumentieren. Das hat zwei Gründe

  1. Es erlaubt anderen deine Beweise zu bewerten und einzuordnen.
  2. Es hilft Dir – Jahre später – nicht die gleichen Forschungen wieder anzustellen oder anstellen zu müssen.

Und diese Geschichte macht das Anschaulicher: Meine Mutter hat ein altes Buch mit Biografien in einer kleinen Stadt in Kansas gefunden. Darin waren die Stadtgründer eingraviert. Einer von ihnen hatte ihren Mächennamen, und der Mann auf dem Foto sah ihrem Großvater sehr ähnlich. Aber das war ganz am Anfang ihrer Recherchen und sie war sich nicht sicher. Einige Jahre später hat sie Daten von einer Volkszählung und ein Geburtsurkunde gefunden die bestätigt haben, dass sie in dem Buch den Vater ihres Großvaters gefunden hatte! Aber sie hatte vergessen die Titelseite des Buches zu kopieren und musst wieder durch mehrere Bibliotheken suchen um es zu finden und als eine ihrer Quellen zu dokumentieren.

Sie hätte sich viel Zeit und Aufwand erspart, wenn sie von Anfang an die Quellen dokumentiert hätte.

Eine ausführliche Erläuterung der Dokumentation von Ahnenforschung findet sich in meinem Buch, Genealogy Online. Das macht sich übrigens wunderbar als Vatertagsgeschenk (vorausgesetzt der Vater kann englisch).

Bis nächste Woche
Libbi

Ahnenforschung für Anfänger – Forschungsanfragen

20 Mai 2008

Elizabeth Powell Crowe Genealogie Serie auf Kindo
Hallo aus Florida!
In meinem Buch Genealogy Online ist ein ganzes Kapitel darüber wie man am besten eine Anfrage schreibt. Hier und heute gibt’s eine Kurzversion davon:

Eine Forschungsanfrage ist ein kurzer Eintrag in eine Veröffentlichung, ein Online-Forum oder einen Rundbrief der nach bestimmten Informationen oder Vorfahren fragt. Es ist eine Art “Gesucht”-Kleinanzeige für Genealogen.

Die Grundregeln sind ungefähr folgende:

  1. Man muss ein Datum oder eine Zeitspanne angeben können
  2. Man muss einen Ort oder wenigstens eine Region angeben
  3. Man muss mindestens einen Namen haben, idealerweise einen Nachnamen

Das Format einer solchen Forschungsanfrage ist folgendes:

Suche nach Vorname NACHNAME IN GROßBUCHSTABEN, “konkrete Informationen notwendig.” Diese Information ist bekannt: “Namen und Lebensdaten”. Kontakt: Deine Email, Postadresse der andere Kontaktinformationen.

Eine gute Anfrage würde also zum Beispiel so aussehen:

Anfrage: CRIPPEN, 1794, CT>MA>VT>Kanada
Gesucht nach Hinweisen über die Eltern von Diadama CRIPPEN, geboren am 11. September 1794 im Staat New York. Vermutlich ist ihr Vater Darius CRIPPEN, Sohn von Samuel CRIPPEN und ihre Mutter Abigail STEVENS CRIPPEN, Tochter von Roger STEVENS, beide aus CT. Sie haben in Egremont, Berkshire, Massachusets, Pittsfield und Rutland gewohnt bevor sie nach Bastard in Ontario, Kanada gezogen sind. Ich biete meine Forschungsergebnisse zum Austausch und [Hier noch deine Adresse und Kontaktdaten]

Wie man sieht kann es alleine schon wertvoll sein solche Anfragen zu lesen!

Kurze Anmerkung: Schickt keinen Brief der nach sowas fragt: “Schicken Sie mir doch bitte alles was Sie über die Familie Jones haben”. Ahnenforschung ist kein Angelwettbewerb! Es ist unhöflich und unfair jemanden danach zu fragen einfach seine gesamten Forschungsergebnisse herzugeben. Wenn ihr nach Informationen fragt, solltet ihr selbst Informationen zum Tausch haben und eine konkrete Lücke in der Ahnenschaft zu füllen. Und immer anbieten für Kopier- oder Versandkosten aufzukommen.

Ausführlichere Erklärungen gibts in Genealogy Online, 8. Auflage auf den Seiten 22 bis 26. Das Buch gibts übrigens auch für Amazons digitale Buchanzeige Kindle.

Happy Hunting!

Ahnenforschung für Anfänger – Tipps für Einsteiger

12 Mai 2008

Elizabeth Powell Crowe Genealogie Serie auf KindoHallo allerseits

Ich bin Elizabeth Powell Crowe, meine Freunde nennen mich “Libbi”. Ich schreibe einen englischen Blog mit Nachrichten, Tipps und Gedanken über Ahnenforschung, oder eben Genealogie. Neben dem Ahnenforscherleben bin ich auch Schriftstellerin und habe bereits ein Buch veröffentlicht Genealogy Online. Es ist leider nur auf Englisch verfügbar, aber dafür schon in der achten Auflage. Ein bisschen mehr über mich: I lebe in Florida in den USA. Meine Familie ist ziemlich verstreut über Alabama, Georgia, Mississippi, Kentucky, Texas, Kalifornien, Florida und Nord Carolina. Und wahrscheinlich hab ich auch noch viele Verwandte in Missouri, die hab ich bisher aber noch nicht richtig erforscht.

Elizabeth Powell CroweUnd der Grund wieso ich all das hier schreibe, ist dass ich gefragt worden bin einen wöchentlichen Tipp für Ahnenforschungs-Anfänger hier im Blog zu schreiben und ich hab gerne zugesagt. Manchmal rede ich vielleicht etwas um den heißen Brei herum, also wenn mein Text mehr Fragen aufwirft als Antworten gibt, dann einfach einen Kommentar hinterlassen, ich kümmer mich drum dann alles aufzuklären.

Also hier ist der Tipp für diese Woche: Ahnenforschung im Schlafanzug. Probier die Seite deiner lokale Bibliothek, Internetseiten wie Kindo oder andere Quellen von deinem Computer zu Hause aus. Die “British Library” zum Beispiel hat in vielen Wissensfelder – und Genealogie ist eines davon – die weltgrößte Sammlung an Materialien. Über deinen Computer kannst Du die BL virtuell besuchen:

Mehr informationen gibts auf dieser Seite (leider auch auf Englisch): http://www.bl.uk/articles.

Bis nächste Woche

Libbi

Deine Mami, wie oft sprecht ihr euch?

28 April 2008

Telefon kobra
Wir haben eine Familienseite in 14 Sprachen gestartet, weil wir überzeugt davon sind, dass die wichtigsten Dinge im Leben für alle Menschen auf der Welt gleich sind: Familienzusammenhalt, Familientreffen an Feiertagen, Essen spielt eine zentrale Rolle,… und so weiter. Und doch gibt es interessante feine Unterschiede, wie zum Beispiel unsere Weihnachtsartikel letzten Dezember, in denen Kindo Nutzer aus der ganzen Welt lokale (Familien-)Festgeschichten beigesteuert haben.

Und wir haben unsere Familienumfragen hier auf dem Blog gestartet, weil wir diese Unterschiede und Gemeinsamkeiten hoch interessant finden. Die erste Umfrage ging darüber wie international Familien heutzutage geworden sind.
Und jetzt ist seit einer Weile eine neue Frage online. Diesmal über eine besonders wichtige Person – unsre Mütter!

Wie oft rufst Du bei deiner Mami an? Vielleicht ruft auch sie dich an… Manche vielleicht zu oft? Klick dich durch die Frage hier rechts in der Seitenleiste, und Du wirst Teil unserer einmaligen internationalen Umfrage.

Die Ergebnisse werden wir Euch in einigen Wochen präsentieren!

In unserer neuen Umfrage geht's um deine Mami

11 März 2008

Nochmal vielen Dank für Eure großartige Antwort auf unsere erste Umfrage! Wir hatten insgesamt mehr als 1600 Stimmen von der ganzen Welt und das brachte doch einige sehr interessante Ergebnisse.

Jetzt wollen wir an diesen Erfolg anknüpfen und haben eine neue Frage online gestellt:
Wie oft hast Du Kontakt mit deiner Mama?

Die Umfrage ist wie gewohnt in der rechten Seitenleiste. Also lasst uns wissen wie zuverlässig ihr eure Mama auf dem Laufenden halten über was sich bei Euch so tut. Natürlich könnt ihr hier gerne Kommentare hinterlassen, zum Beispiel darüber ob Kindo Euch dabei hilft ;-)

Ganz schön international die Familien von heute

29 Februar 2008

Families with relatives abroad statisticsVielleicht habt ihr selbst abgstimmt oder hier im Blog über unsere Umfrage gelesen. Wir haben das noch einige Wochen weiterlaufen lassen und so sind 1600 Leute zusammen gekommen, die uns Einblick in ihre Situationen in ihren Familien gegeben haben. Und die Ergebnisse sind hochinteressant.

Eine große Mehrheit der Familien ist sehr international! 54% der Familien, die von überall auf der Welt geantwortet haben, haben Verwandte im Ausland. Und viele der mobilen Verwandten haben andere Kulturen kennengelernt (außer sie sind nur von Deutschland nach Österreich gezogen oder so) und wahrscheinlich sogar eine andere Sprache. Etwas pathetisch könnte man sagen: Das ist Freiheit!

Es ist sicherlich ein Zeichen von Globalisierung, die nicht nur auf wirtschaftlicher Ebene stattfindet, sondern auch auf persönlicher. Es ist die Zeit von internationalem Austausch und internationaler Verständigung und Kindo möchte das auf der Familienebene unterstützen.

Jetzt aber noch ein bisschen detaillierter unsere Ergebnisse:

  • Insgesamt hat mehr als die Hälfte der Familien Verwandte im Ausland
  • 71% der deutschen Familien (die bei uns abgestimmt haben) haben sich über ihr Heimatland hinaus in der Welt verteilt
  • Russland hat sehr internationale Familien, ganze 76% dort haben Verwandte die “weggezogen” sind.
  • Die Türkei hat offenbar sehr heimatverbundene Familien, nur 32% dort haben Verwandte ausserhalb Anatoliens

Soweit erstmal. Wie ihr seht ham wir auch einige nette Schaubilder gemacht, die das ganze etwas verdeutlichen.
geographical spread of families
Wir haben alle Stimmen nach Standort und Sprache analysiert, aus den beiden Kriterien wurde also auf Nationalität geschlossen. Es ist keine Studie mit wissenschaftlichem Anspruch, umso erstaunlicher sind die Ergebnisse!
Wenn ihr jemanden kennt, der in diesem Gebiet forscht, wir wären sicher daran interessiert da etwas größeres auf die Beine zu stellen.

Übrigens: Wir haben da auch eine Pressemitteilung (auch als PDF) draus gemacht ;-)

Wie international ist deine Familie? – letzte Chance zum Abstimmen

17 Januar 2008

Bereits mehr als 500 Leser unseres Blogs haben abgestimmt! Mit solch einer Resonanz hatten wir wirklich nicht gerechnet. Falls ihr noch nicht dabei seid habt ihr jetzt noch die Chance abzustimmen über die Frage:

  • Wie weit haben sich eure Familien zerstreut?
  • Über Länder- oder gar Kontinentalgrenzen hinweg?

Einfach hier rechts in der Seitenleiste den “runden Knopf” vor “eurer” Antwort und dann auf “vote” klicken. Das ist natürlich alles anonym, wie ihr es von Kindo gewöhnt seid.

In Bälde werden wir uns dann mal ausführlich die Ergebnisse ansehen und uns mit den interessantesten Zahlen bei euch melden. Freu mich schon drauf.

Immer mehr junge Männer wünschen sich Kinder

27 November 2007

Laut einem Bericht der Welt Online wünschen sich mehr und mehr junge Männer eigene Kinder. Und offensichtlich hat die ideale Familie aus Sicht der Männer inzwischen 2,1 Kinder, vor 6 Jahren wollten Männer im Schnitt nur 1,7 Kinder. Familienministerin von der Leyen führt das natürlich auf ihre erfolgreiche Politik zurück.
vater kinder
Auch wenn auf das Bundesamt für Statistik, das Institut für Demoskopie Allensbach, die World Vision Kinderstudie und “andere Untersuchungen” verwiesen wird, bezieht sich die Zeit nicht auf konkrete Veröffentlichungen und die präsentierten Zahlen werden nicht mit Quellen in Verbindung gebracht, geschweige denn verlinkt. Auch auf der Seite des Familienministeriums gibt es leider weder eine entsprechende Pressemitteilung noch wirklich neue Studienergebnisse.

Und freut es in jedem Fall. Mehr Familien und mehr Kinder sind gut für die Gesellschaft als Ganzes und Kindo wird hoffentlich euer Familienbegleiter!

Neue Familienstatistiken in Großbritannien

21 November 2007

families-17.jpg

Eine neue Studie namens Familien im Fokus vom Amt für Statistik (wo auch sonst?) sagt unter anderem:

  • Die gesündesten Menschen, sind diejenigen die in einer Beziehung leben!
  • London hat den höchsten Anteil an allein erziehenden Eltern – 22% aller Familien (verglichen mit 13% in anderen Gegenden).
  • Die größten Familien im Königreich sind immernoch in Nordirland, wo 25% der Familien drei oder mehr Kinder haben (verglichen mit dem Britischen Durchschnitt von 18%)

Insbesondere die erste Erkenntnis ist doch hochinteressant, oder. Haben Leute in Beziehungen einen gesünderen Lebensstil (also vielleicht weniger Parties, Drogen, RocknRoll) oder ist es die Beziehung selbst, die einen gesünder macht? Was denkt ihr?

NEU: Stimmt ab zu Familienthemen und freut euch auf Ergebnisse aus der ganzen Welt

19 November 2007

abstimmungLetzte Woche haben wir die Umfrage in der rechten Seitenleiste von unserem Blog eingeführt. Bei unserer ersten Frage gehts um die örtliche Verteilung Eurer Familien. Stellt euch die Verwandten vor, die ihr kennt: Leben die alle so ungefähr im gleichen Viertel, oder eher der gleichen Stadt, dem gleichen Land, dem gleichen Kontinent oder sind sogar auf mehreren Kontinenten verstreut?!

Also scrollt durch die Seitenleiste und macht mit! Erzählt uns wies in Euren Familien ist und freut Euch auf den Vergleich der Ergebnisse aus unterschiedlichen Ländern. Wir werden kulturelle Unterschiede aufdecken und mit Vorurteilen aufräumen. Sind “die Franzosen” wirklich globaler als “die Deutschen”? Und stimmt es dass spanische Familien in einem Haus leben?

Ab jetzt werden wir da hin und wieder neue Fragen reinstellen. Wenn Ihr eine Familienfrage habt und die schon immermal einem internationalen Publikum stellen wolltet, schickt mir ne Email oder schreibt nen Kommentar (hier unter dem Artikel das blaue Wort Kommentare suchen, draufklicken, Kommentar schreiben, fertig!).


Afrigator